Die 24/7 Haft-Aktion
Was geschah mit DDR-Bürgern, die sich offen gegen die SED-Diktatur
stellten? Wohin wurde man gebracht, wenn die Staatssicherheit
unschuldige Bürger festnahm? Im Jahr 2009 – 20 Jahre nach dem Mauerfall – erinnert sich kaum jemand an die Schattenseiten der DDR-Vergangenheit. Viele Menschen traten bereits lange Zeit vor dem Mauerfall für Demokratie und Menschenrechte in der DDR ein und zahlten dafür einen hohen Preis: Gefangenschaft, stundenlange Verhöre und entwürdigende Haftbedingungen. Dafür dominieren in diesen Tagen die Bilder über die bewegenden Tage vom Herbst 1989. In zahlreichen Berichten und Reportagen werden Flüchtlinge in der Prager Botschaft oder tanzende Menschen auf der Berliner Mauer gezeigt.
Franziska Vu und Carl-Wolfgang Holzapfel wollen mit dieser Kunstperformance auf das Schicksal der unzähligen politischen Häftlinge in der DDR aufmerksam machen. Vom 29. Oktober bis 5. November 2009 ist Carl-Wolfgang Holzapfel wieder in einer Zelle der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen gefangen. Während dieser Zeit überträgt eine in der Zelle installierte Webcam seinen „Haftalltag“ rund um die Uhr ins Internet (ausgenommen Wasch- und Toilettengang). Auch die Haftbedingungen sind so realitätsgetreu wie möglich: drei Mahlzeiten pro Tag durch die Essensluke, nachts bleibt das Zellenlicht angeschaltet.
Die Fotografin Franziska Vu begleitet die Haftaktion und fertigt dazu eine fotografische Arbeit an. Diese wird später als Fotoausstellung angelegt und an verschiedenen Orten präsentiert.
Fragen an Carl-Wolfgang Holzapfel
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| Name | Frage |
|---|---|
| Katrin | geschrieben am: 31.10.2009 16:05
Sehr interessantes Projekt, ich hebe den Hut vor so viel Mut, sich in solch eine Situation zurück zu begeben, um der Welt zu helfen, nicht zu vergessen.Beste Grüße aus Berlin |
| hope | geschrieben am: 31.10.2009 16:01
Holle Mr Holzapfel,I have been in prison for 9 months like youbut in Vietnam, my room is 2m*1,5m, it is a hell in this earth |
| Kümmern Sie sich | geschrieben am: 31.10.2009 15:48
besser um die diversen geheimen und eingetragenen Bünde und Vereine der ehemaligen SBZ/DDR/SED/Stasi/Blockflöten, da haben Sie 100 Jahre lang was zu bekriteln. |
| winpaet | geschrieben am: 31.10.2009 15:42
Seine Häftlingsnummer kann nur "00" gewesen sein! Ach so, als Info für "Grausam", zu meiner Zeit gab es keine Nummern! Je nach dem, wo die Pritsche befestigt war, wurde man "Rechts" oder "Links" genannt. |
| Horst Sergio | geschrieben am: 31.10.2009 15:36
die Stasi hat uns Schwule auch immer verfolgt!!! |
| Wer diese Urteile kennt, | geschrieben am: 31.10.2009 15:15
weiß, daß sie oft unleserlich oder zumindest kaum lesbarsind. Flüssiges Lessen ist unmöglich. All jene, die sich hier mit Zynismus melden, haben kein eigenes solches Urteil bekommen und gesehen oder sind schlicht Provokatuere, vielleicht gar von der Täterseite. |
| Horst Sergio | geschrieben am: 31.10.2009 15:06
@Santa Vu was sagst du denn zu solchen helden wie Weizsäcker? |
| Benno | geschrieben am: 31.10.2009 15:05
Wie war Deine Häftlingsnummer? |
| stasi-folteropfer.de | geschrieben am: 31.10.2009 14:57
zu Björn:Beim Frei oder Verkauf von über 33.000 Bürger sollen 3,5 Mrd geflossen sein!? Und die 10% oder mehr die davon als Dankeschön zurückflossen!?? DIE Empfänger dieser Geschenke lassen die STASI HEUTE noch gewähren.Daher die Unterwanderung. |
| Harald u. Barbara | geschrieben am: 31.10.2009 14:54
Lieber Herr Holzapfel, herzl.Dank für Ihren Einsatz. Als Ehemalige der Stasi-Haft Neustrelitz sagen wir den Usern,die solche Zellen nicht kennen: Tatsächlich war es viel dunkler! Das Bild ist wohl überbelichtet um es zu senden. Es war alles viel schäbiger und stank. Dazu Kälte und Psychofolter. |
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